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"Flicka" (Haflinger) *1995

Flickas  Geschichte ist eine besondere Geschichte, die wieder mal zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit von Tierarzt, Hufschmied, Tierheilpraktiker, usw... ist. Desweiteren zeigt sie auf, dass auch Skeptiker sich der Naturheilkunde in gewissen Masse öffnen sollten, wenn es um Leben und Tod geht.

Flicka hatte am 01/08/2010 einen schweren Kreuzverschlag, der vom Tierarzt behandelt wurde. Ihr ging es garnicht gut. 12 Stunden nach dem Kreuzverschlag bekam Flicka eine schwere Kolik - der Darm war verschoben und eingequetscht. Sie erholte sich 2 Tage und dann ging es weiter: Hufrehe. Auch hier wurde das Pferd wieder umgehend vom Tierarzt behandelt. Die Röntgenaufnahme, zwei Wochen später, zeigte eine Hufbeinsenkung mit Hufbeinrotation an den Hinterhufen. Der Hufschmied legte sofort eine Rehebeschlag an, der das Schlimmste verhindern sollte. Ungefähr eine Woche später lag Flicka in der Box und stand nicht mehr auf. Die ganze Zeit über wurde sie vom Tierarzt und Ihrer Besitzerin, die Todesangst um ihr Pferd hatte, liebevoll betreut.

Da ich im gleichen Stall ein Pferd in Ausbildung habe, machte mich die Besitzerin dieses Pferdes auf den Fall aufmerksam. Ich beobachtete die Geschichte und Flicka und ihre Besitzerin taten mir unheimlich leid. Ihre Besitzerin war ziemlich fertig mit den Nerven, denn Flicka stand voller Schmerzen in der Box. Ich sah mir das Pferd an und empfahl eine Behandlung meinerseits: eine komplette Entgiftung der Organe. Flickas Besitzerin fühlte sich mit dieser Aussage sehr angegriffen. Sie war der Meinung, dass ich Ihr vorwerfen würde, sie kümmere sich nicht um das Pferd  und reagierte entsprechend sauer. Mir waren die Hände gebunden und ich konnte nichts tun, denn ohne Einverständnis des Besitzers kann ich nicht handeln, auch wenn ich noch so gerne möchte. Da ich keinen Streit in dem Stall haben wollte, hielt ich mich jedoch völlig aus dem Geschehen raus.

Einen Monat später war Flicka "über den Berg" und ich wurde gebeten, das Pferd zu behandeln. Flicka ging es noch immer nicht gut und der Tierarzt gab keinen Anlass, auf enorme Besserung zu hoffen. Es hiess abwarten. Die besitzerin wollte aber nicht einfach nur abwarten. Sie wollte, das es Flicka schnell wieder besser ging. Die inneren Versorgungsorgane waren alle angegriffen und auch das Nervensystem von Flicka war sehr angespannt. Die Stute hatte sich aufgegeben und auch die Besitzerin zeigte nicht mehr viel Hoffnung- was sich gerne auf die Tiere überträgt. Also wurde sie erst mal vernünftig entgiftet und bekam Bachblüten für ihre Seele. Nach zwei Wochen sah alles schon etwas besser aus und die Therapie wurde entsprechend angepasst. Eine Röntgenaufnahme der Hufe zeigte eine fast 60%tige Besserung!

Am 17/11/2010 konnten fast alle Medikamente abgesetzt werden! Sie bekommt noch ein (vom Tierarzt verschriebenes) Medikament zur Blutverdünnung und zur besseren Durchblutung.

Das Allgemeinbefinden von Flicka ist gut. Natürlich bekommt Flicka Unterstützung in Form von Heilkräutern, die eine Stabilisierung des Hufes, der Durchblutung und der Verdauung fördern. Flicka wird ein Jahr brauchen, bis die Hufe wieder nachgewachsen sind: Die Hufbeinabsenkung konnten wir nicht rückgängig machen, aber sie kann schon wieder schmerzfrei über die Wiese toben.