Espan (Spanischer Mischling) *14/05/2002 gestorben am 10/09/2010

Vorgeschichte: Espan wurde am 19/07/2003 aus Spanien mit gebracht. Er lief dort sehr abgemagert an einer Strandbar herum und lies sich nicht anfassen. Seine heutigen Besitzer haben ihn dort gesehen und ins Herz geschlossen: der Urlaub wurde damit verbracht an der Strandbar auf den "Streuner" zu warten und ihn zu füttern, um ihn zugänglich zu machen. Das Ganze ging soweit, das sie dem Hund in sein Versteck gefolgt sind: ein verlassener Hof ohne jegliche Spur eines Hof- oder Hundebesitzers. Dort haben sie ihn dann eingefangen und mit nach Deutschland gebracht.
Im November 2003 wurde Espan kastriert wobei die Blutung unnatürlich lange dauerte und ein Bluttest auf Mittelmeerkrankheiten gemacht wurde. Er hatte einen Leishmaniose-Titer 1:80 und Babesia-Titer 1:160. Dies wurde vom TA behandelt und beim nächsten Test waren die Werte in Ordnung.
2005 hat er sich einen Zahn abgebrochen und es wurde eine Krone auf den Zahn gesetzt.
2006 bekam Espan einen Schlaganfall und hält seitdem den Kopf etwas schief.
Von Februar bis April 2007 lies Espan viel Wasser und wurde auf Nierenversagen bzw. Niereninsuffizienz behandelt.
Im Juli 2007 wurden dem Hund im hinteren Bereich Fettknoten entfernt.
2008 wurde Espan unter Vollnarkose Zahnstein entfernt, von dem ich bei der ersten Behandlung im März 2010 nichts mehr erkennen konnte. Die Zähne waren voller Zahnstein und der Hund riecht aus dem Maul.
Im Oktober 2009 wurde ein Tumor vor dem vergrößersten Herz von Espan festgestellt, der jedoch seitdem nicht gewachsen ist. Der TA verschreib Herzmedikamente, die Espan regelmäßig bekommt. Leider bekommt er davon Durchfall, also bekommt er zusätzlich morgens und abends Kohletabletten.
Auf dem oberen Foto seht ihr Espan, zwei Tage bevor er bei mir am 20/03/2010 in Behandlung kam. Als ich es per Email erhielt, dachte ich: "oh mein Gott...."
Die Behandlung erfolgte auf Empfehlung, wie so oft in unserer Branche. Wieder stellte ich klar, das wir keine WUNDERHEILER sind sondern ganz normale Therapeuten und das ich mir nicht sicher sei, ob ich diesem Hund noch helfen kann. Egal, ich wollte Espan auf jeden Fall eine Chance geben und ihn sehen bevor ich urteile. Gesagt, getan... ich machte mich auf dem Weg zu ihm und das Bild war erschreckend, das Einzige, warum ich ihm überhaupt eine Chance geben konnte, war sein unheimlich klarer Blick mit diesem Flehen nach Hilfe. Ich untersuchte ihn und stellte viele Dinge fest, empfahl ein anderes Futter und setzte den Besitzern eine Frist von 14 Tagen, wo es dem Hund besser gehen musste. Sie versprachen mir, sich daran zu halten, denn der TA hatte Espan aufgegeben.
Nach elf Tagen ging es dem Hund tatsächlich besser: er hatte ein wenig zugenommen (sein Gewicht lag bei der ersten Untersuchung bei 19 kg statt 36 kg), trotzdem war es noch immer kritisch, denn wir hatten Schwierigkeiten den Durchfall in den Griff zu bekommen, was natürlich nicht zur Gewichtszunahme beitrug.
Ende April hatten wir auch dies in den Griff und er bekam nach und Nach seine notwendigen Mittelchen, die ihn langsam auf päppeln.
Am 13/05/2010 besuchten mich Espan und seine Besitzer und es war unglaublich, wie der Hund sich verändert hatte, er wog jetzt 22 kg! Immer noch ist Espan viel zu dünn und die Therapie wird andauern, ihn vielleicht sein ganzes Leben begleiten, aber er macht mental einen guten Eindruck und läuft mit meinen Hunden durch den Garten. Ich entfernte ihm den Zahnstein per Hand ohne Narkose, was er sich super brav gefallen lies.
Hoffentlich geht es weiter bergauf mit ihm! Hier ein Bild bei seinem Besuch:
Am 10/09/2010 wurde Espan von seinem Leiden erlöst. Er hatte nicht genug Kraft sich zu regenerieren. 5 Monate konnten wir ihm schenken, wo es ein bisschen besser war. Tchüß Espan und alles Gute!


